Wolfgang - (UN)PERFEKT Session #20
Erzähl uns doch nochmal kurz (oder lang) von dir!
Ich bin Vieles. Selbständig, liebender Mensch, Ehemann und Sohn. Verliebt in die Natur. Ich bin ein Reisender. Quizmaster. Spiel- und Erlebnispädagoge. Ein Netzwerker, der gerne Menschen zusammenbringt und sie Schönes erleben lässt. Ich mag Spaß. Und hintergründigen Humor. Ich bin jemand, der viel fühlt. Meist mehr als andere. Und ich bin ein Lernender, will es immer bleiben. Bei meinem Projekt "Entwicklungsschritte gemeinsam gehen" in Tansania habe ich ganz viele Möglichkeiten dafür - immer wieder. Ich ermögliche anderen Menschen gerne Lernfelder und freue mich, wenn sie dort ihre Schritte machen.
Hast du ein Lieblingszitat?
Auf dem Weg glücklich zu sein, ist das Ziel.
Was hat dich dazu gebracht, eine (UN)PERFEKT Session zu machen?
Die Idee, das etwas oder jemand alles andere als perfekt und trotzdem schön sein kann, hat bei mir etwas zum Klingen gebracht. Ich habe eine perfektionistische Ader und darf mich immer wieder selbst daran erinnern, dass Vieles in meinem Leben toll ist. Und nicht perfekt sein muss. Um dieses "perfekt" hinzubekommen, braucht es große Mengen an Energie, die ich lieber für anderes verwende.
Was ist DEIN unperfekt?
Hm, das ist wohl mein Projekt in Njiwa, im zentralen Süden von Tansania. In der Zusammenarbeit mit meinen Freunden dort ist ein "perfekt" noch schwerer zu erreichen als in meiner selbständigen Arbeit in Österreich. Und deswegen ist es auch nicht mein Ziel. Ich bin hochzufrieden mit den und stolz auf die vielen großartigen Schritte, die wir gemeinsam dort machen. Weil sie nicht perfekt sind, sind sie echt, lebensnah und sinnvoll.
Wie wohl fühlst du dich prinzipiell in deinem Körper? Hast du manchmal das Gefühl auf gewisse Sachen zu verzichten, eben weil du denkst, nicht gut genug zu sein?
Ich mag meinen Körper. Mal mehr und mal weniger. Ich spür oft das Bedürfnis, ihm etwas Gutes zu tun, mach es aber zu selten. Selbstliebe ist immer wieder eine große Aufgabe...
Wenn du jetzt an die entstandenen Fotos denkst: wie hast du dich gefühlt, als du sie zum ersten Mal gesehen hast? Und wen siehst du auf den Bildern?
Da ist noch immer ein großes "Wow!". Ich weiß, dass ich viele Facetten habe. Und doch habe manche der Bilder angesehen und mich nicht gleich auf den ersten Blick erkannt. Beim Betrachten der Bilder war ein Bissl Stolz und auch Zufriedenheit da.
Erzähl uns: hat sich durch das Fotoshooting, durch die Beschäftigung mit dir selbst, etwas verändert?
Ich beschäftige mich schon lange Zeit mit mir selbst, das Fotoshooting hat mich an manche der Erkenntnisse daraus wieder erinnert.
Stell dir vor du könntest 10, 20, 30 Jahre zurückreisen und dich selbst besuchen. Was würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?
Hab Spaß, keine Angst. Probier noch mehr Dinge aus. Erinner dich an "love it, change it or leave it". Alles hat seinen Grund, und alles wird gut.
Wann hast du in deinem Leben deine Komfortzone verlassen?
Schon recht oft, denk ich. Weil mir Lernen und Entwicklung wichtig sind und das Verlassen der Komfortzone eine Voraussetzung dafür ist. Meine selbständige Arbeit ist ein permanentes Wandern entlang der Grenze der Komfortzone. Auch meine Reisen mit anderen Menschen, die ich nach Tansania begleite.
Ein einschneidendes Erlebnis, an das ich manchmal denke, war ein Seminar im Rahmen meines Jus-Studiums. Ich hab mich dazu angemeldet in dem Wissen, dass ich am Ende eine Seminararbeit erstellen und präsentieren muss. Und das war etwas komplett außerhalb meiner Komfortzone: sprechen vor anderen Menschen. Dieser Schritt war wohl der Anfang meiner Karriere als Vortragender, Quizmaster,...
Fällt dir eine Geschichte aus deinem Leben ein, die du mit uns teilen möchtest?
Viele Jahre in meinem Erwachsenenleben habe ich mit meinem Vater gekämpft. Das ist wohl normal in der Beziehung mit Eltern. An einem Punkt habe ich mir aus einer Ausbildung etwas mitgenommen: wenn du tust, was du immer tust, wirst du bekommen, was du immer bekommst. Ich hab dann in einer Konfliktsituation anders reagiert als sonst und auch ein anderes Ergebnis bekommen. Das war für mich der Start meiner guten Beziehung zu meinem Vater. Ich bin sehr froh darüber und auch, dass ich ihn in weiterer Folge anders kennenlernen und seine letzten Jahre begleiten konnte.
Was würdest du jemandem erzählen, der die sich auch für eine (UN)PERFEKT Session interessiert?
Mach es. Sei offen für die Erfahrung. Erwarte nichts und genieße es, dich selbst besser kennenzulernen.
Die (UN)PERFEKT Sessions:
Wir fotografieren 100 Menschen, die von sich selbst behaupten unperfekt zu sein.
Und zeigen ihnen Bilder von sich, die sie sich gar nicht vorstellen können.
DU WILLST MEHR ERFAHREN?
Dann trag dich hier ein und ich sende dir alle Infos: