Dani - (UN)PERFEKT Session #5

Erzähl uns doch nochmal kurz (oder lang) von dir!

Ich bin ein toleranter, einfühlsamer Mensch und mir ist Authentizität unglaublich wichtig. Ich bin definitiv kein Mitläufer und fühle mich in dieser Gesellschaft oft fehl am Platz, weil ich vieles in diesem System nicht nachvollziehen kann.

Ich liebe Tiere und die Natur. Musik gibt mir sehr viel Kraft, vorallem liebe ich melancholische Musik. Ich bin auch allgemein ein eher melancholischer Mensch.

Viele behaupten,.ich sei eine starke Person, vielleicht aufgrund meiner Situation als Rollstuhlfahrerin und dass ich mein Leben etwas anders, manchmal umständlicher leben muss. Ich empfinde mich aber als eine sehr normale Person.

Was hat dich dazu gebracht, eine (UN)PERFEKT Session zu machen?

Mir ist der Name sofort ins Auge gefallen, da ich mich damit identifizieren kann. Außerdem ist das Jahr 2024 für mich mein Jahr, um wieder andere und neue Dinge auszuprobieren und meine Komfortzone zu verlassen.

Was ist DEIN unperfekt?

Man sieht es mir sofort an, dass ich nicht der Norm entspreche. Ich habe eine körperliche Behinderung und sitze im Rollstuhl. Zusätzlich steche ich noch heraus durch meinen Stil. Da gucken die Leute doppelt.

Wie wohl fühlst du dich prinzipiell in deinem Körper? Hast du manchmal das Gefühl auf gewisse Sachen zu verzichten, eben weil du denkst, nicht gut genug zu sein?

Im Großen und Ganzen habe ich meinen Körper mittlerweile so akzeptiert, wie er ist und komme zu 90% damit klar. Ich verzichte auf gewisse Kleidung, weil ich das mit meiner Figur und mir nicht vereinbaren kann. Obwohl ich der Meinung bin, dass jeder so machen soll, wie er sich wohl fühlt. Aber ich arbeite daran und mit jedem Jahr kommt mehr Sicherheit dazu.

Wenn du jetzt an die entstandenen Fotos denkst: wie hast du dich gefühlt, als du sie zum ersten Mal gesehen hast? Und wen siehst du auf den Bildern?

Auf den Bildern sehe ich zu 100% mich. Sie sind authentisch. Das war mir am Wichtigsten und das ist perfekt (haha) gelungen.

Erzähl uns: hat sich durch das Fotoshooting, durch die Beschäftigung mit dir selbst, etwas verändert?

Nein. Oder ja. Ich habe gemerkt, dass ich mir mit meinem Auftreten und meiner Erscheinung einfach sehr sicher bin. Das hat mir das Ergebnis des Shootings nochmal bewusst gemacht.

Stell dir vor du könntest 10, 20, 30 Jahre zurückreisen und dich selbst besuchen. Was würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?

Lass dich nicht klein machen. Die Meinung anderer ist absolut nicht wichtig, wenn es niemand ist, der es gut mit dir meint. Sei du selbst.

Wann hast du in deinem Leben deine Komfortzone verlassen?

Immer wieder mal, aber oft ungewollt. Mittlerweile entscheide ich mich bewusst dafür und merke, dass ich dran wachse.

Fällt dir eine Geschichte aus deinem Leben ein, die du mit uns teilen möchtest?

Ich habe es schon öfter erlebt, dass mir Leute einfach was schenken. In der U-Bahn, unterwegs. Einfach so. Ich habe schon Blumen, einen Ring, eine Münze (der Mann hat sein Auto einfach auf der Straße stehen gelassen und ist mir nach gelaufen, um mir diese Münze zu schenken) und Geld von wildfremden Menschen bekommen. Einfach weil ich im Rollstuhl sitze.

Oder hin und wieder wollen Leute für mich beten. Und es kommt auch immer wieder vor, dass wildfremde Leute zu mir kommen (gerne alkoholisiert) und weinen wegen mir.
Nachvollziehbar ist davon nichts für mich bzw. nur schwer.

Was würdest du jemandem erzählen, der die sich auch für eine (UN)PERFEKT Session interessiert?

Wenn man sich noch nie auf guten Fotos gesehen hat,.sollte man das unbedingt mal machen. Man bekommt mitunter eine neue Sicht auf sich selbst und das kann heilend sein.




Die (UN)PERFEKT Sessions:


Wir fotografieren 100 Menschen, die von sich selbst behaupten
unperfekt zu sein.


Und zeigen ihnen Bilder von sich, die sie sich gar nicht vorstellen können.

DU WILLST MEHR ERFAHREN?

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