„Also ICH würde sowas ja NIE machen!“

Wer ist eigentlich die Frau, die eine Boudoirsession für sich bucht?

Ich weiß, dass viele Frauen davon träumen, sich einmal fotografieren zu lassen.
Nicht für den Partner. Nicht für die Bewerbung. Nicht für Instagram. Sondern nur für sich.

Die meisten lassen es dann sein.

Sie speichern den Post. Sie schauen sich die Bilder an, einmal, zweimal, zehnmal.
Und irgendwann erzählen sie beim Kaffee ihrer besten Freundin davon. Ganz vorsichtig, fast beiläufig.

Und die Freundin lacht und sagt den Satz, den ich so oft nacherzählt bekomme: „Also ich würde sowas ja nie machen!“

Das Handy wandert zurück in die Tasche. Der Traum auch.

Ich fotografiere seit über 10 Jahren und habe in dieser Zeit mehr als 500 Menschen vor meiner Kamera gehabt.
Die meisten meiner Kundinnen sind Frauen zwischen 35 und 65.
Und in vielen, vielen Gesprächen vor, während und nach den Sessions habe ich etwas gelernt, das ich dir heute erzählen möchte:

„Ich bin noch nicht selbstbewusst genug.“

Das ist der Satz, den ich am häufigsten höre.
Als gäbe es eine Prüfung, die man vorher bestehen muss.
Als müsste man erst ein anderer Mensch werden, bevor man sich zeigen darf.

Die Wahrheit ist: Zu mir kommen nicht die Selbstbewussten.
Oder zumindest nicht nur. Ja, einige meiner Kundinnen sind das Selbstbewusstsein in Person, und es war eine Freude, mit ihnen zu arbeiten.

Aber viele stehen am Morgen ihrer Session bei uns im Studio und sagen als Erstes:
„Ich weiß gar nicht, warum ich hier bin.“ Sie sind ein bisschen nervös.
Sie haben in der Nacht davor schlecht geschlafen.
Sie zweifeln, ob sie das tatsächlich können (ja, tun sie)

Und am Abend gehen sie mit einem Blick nach Hause, den sie vorher selbst nicht kannten.
Selbstbewusstsein ist nicht die Eintrittskarte.
Es ist oft das, was du mitnimmst.

„Ich bin nicht fotogen genug.“

Das ist Bullshit. Und du weißt das.

Als professioneller Portrait- UND Boudoirfotograf bin ich genau darauf spezialisiert: Menschen zu fotografieren, die sich für unfotogen halten. Das ist mein Job. Nicht Models, die seit Jahren wissen, wo ihr bestes Licht ist. Sondern Frauen, die auf Familienfotos immer in der zweiten Reihe stehen. Die die Kamera halten, statt vor ihr zu stehen. Die bei jedem Handyfoto sofort „Lösch das!“ sagen.

Und nein, das kann nicht jeder Fotograf automatisch. Dafür habe ich viele hundert Stunden extra trainiert.

Alle, die mir auf Instagram folgen, wissen das.
Du hast die Bilder gesehen.
Du hast gesehen, wie Frauen sich selbst auf dem Monitor anschauen und plötzlich ganz still werden.

„Unfotogen“ heißt in Wahrheit meistens nur:
Dich hat noch nie jemand richtig angeschaut.
Mit dem richtigen Licht, der richtigen Anleitung und der Zeit, die es braucht.

Es ist eine Entscheidung. Für eine Identität.

Es geht also nicht um Selbstbewusstsein. Und nicht um Fotogenität. Es ist etwas anderes.

Die Frauen, die schlussendlich bei mir vor der Kamera landen, sind die, die eine Entscheidung getroffen haben.
Sie haben sich für eine Identität entschieden.

Identität ist, so wie ich es sehe, die Version von uns, die wir permanent erschaffen und weiterentwickeln.
Sie ist nicht fertig.
Sie ist der Mensch, zu dem wir gerade werden.
Mit jeder Entscheidung, die wir treffen … und mit jeder, die wir uns nicht trauen.

Und es gibt da draußen eine Version von dir, die dieses Fotoshooting macht.

Das ist eine selbstbewusste, starke, sinnliche Version.
Unentschuldigt.
Ungebändigt.
Sie schlummert in uns allen.
Manchmal blitzt sie kurz auf: beim Tanzen, nach dem zweiten Glas Wein, an einem Abend, an dem einfach alles passt.
Wir wissen, dass sie da ist.

Und trotzdem haben wir ein bisschen Angst, ihr in die Augen zu schauen.

Erinnerst du dich an die Freundin vom Anfang? Die, die so etwas ja nie machen würde?

Sie hat nicht unrecht. Sie würde es wirklich nie machen. Weil sie eine andere Identität lebt. Sie lebt in einer anderen Realität, in der diese Version von ihr keinen Platz hat. Das darf sie. Aber ihr Satz beschreibt ihr Leben, nicht deins.

Die Frage ist nicht, ob sie es machen würde.

Die Frage ist, wer du sein willst.

Genau hier treffen meine Kundinnen ihre Entscheidung.
Sie wollen IHR in die Augen sehen - dieser Version von sich.
Und sobald sie das realisiert haben führt kein Weg mehr an ihrer Session vorbei.

Was es braucht, um SIE rauszulassen

Diese Version von dir kommt nicht auf Kommando. Sie kommt nicht, wenn du dich beobachtet fühlst. Und sie kommt schon gar nicht, wenn du das Gefühl hast, irgendetwas leisten zu müssen. Damit SIE sich zeigt, braucht es drei Dinge.

Einen sicheren Raum. Einen Ort, an dem du nicht bewertet wirst. An dem niemand auf deinen Bauch, deine Oberschenkel oder deine Falten schaut, sondern auf dich. Einen Raum, in dem du dich fallen lassen kannst, weil du weißt, dass du aufgefangen wirst.

Die richtige Anleitung. Eine, die dich nicht verbiegt und dich in Posen zwängt, die nichts mit dir zu tun haben. Sondern eine, die dir Halt gibt. Die dir sagt, wohin mit den Händen, wenn du es selbst nicht weißt. Und die dich dann in Ruhe lässt, wenn du es plötzlich weißt.

Jemanden, der im richtigen Moment abdrückt. Der den Bruchteil einer Sekunde erkennt, in dem SIE da ist. Um sie in Raum und Zeit festzuhalten. Und sie dir zurückzuwerfen wie einen Spiegel.

Das ist der Moment, den ich in meiner Arbeit immer wieder erlebe: Eine Frau sieht ihr Bild an und erkennt sich. Nicht eine geschönte Fremde. Sondern sich selbst, endlich so, wie andere sie längst sehen.

Kein „Nice to have“. Der nächste Schritt.

Für meine Kundinnen ist ihr Fotoshooting kein Luxus, den man sich irgendwann mal gönnt, wenn die Kinder groß sind, der Job ruhiger ist und die drei Kilo weg sind. Es ist der nächste logische Schritt auf ihrem Lebensweg.

Es gibt die Version von dir, die die Session nicht macht. Die sich mit ihrer Freundin einig ist und den Traum leise wieder wegräumt.

Und es gibt die Version von dir, die ihre Session macht.

Du entscheidest.

Wenn du weißt, welche Version du bist: Lass uns reden.

xoxo, Konstantin.

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Kristin | MUSEsession